Mutprobe in der Wutachschlucht

Wandersleut in der Wutachschlucht

Moosdusche in der Wutachschlucht

Von der Wutachschlucht zur Schattenmühle

Wir fahren gleich früh morgens los, von Stuttgart über die A81, dann, am Dreieck Bad Dürrheim, auf die B27 bis zur Ausfahrt Hüfingen. Von dort geht es durch Hausen vor Wald und Mundelfingen zur Wutachmühle, einfach der Beschilderung folgen. Nach einer Stunde und dreißig Minuten parken wir unser Auto auf dem Wanderparkplatz an der Wutachmühle. Zwar sind wir nicht die einzigen, die die Idee hatten, an diesem Juni-Feiertag in den Pfingstferien durch die Wutachschlucht zu wandern, aber davon lassen wir uns nicht aufhalten. Doch auch die Laune der Kids, die alle elf Jahre und aufwärts sind, lässt am Anfang zu wünschen übrig.

Durch die Schlucht

Der Einstieg in die Schlucht ist von hier sehr einfach, man läuft einen breiten Waldweg bergabwärts. Umso beindruckender ist der erste Blick auf die Wutach, die sich blubbernd und plätschernd  durch die schroffen Felswände schlängelt. An einer herrlichen kleinen Sandbucht machen wir Frühstückspause. Und plötzlich ist die Laune bei allen spitze! Wir werfen Steine ins Wasser, entdecken kleine Fische und spritzen uns gegenseitig nass. Gut gestärkt geht es weiter auf schmalen Pfaden, über die unterschiedlichsten Brücken, durch hohen Farn, über moosigen Waldboden, über knorrige Wurzeltreppen und umgestürzte Baumstämme, vorbei an bizarren Felsformationen und kleinen Wasserfällen. Mal läuft man direkt am Wasser, mal geht es steil den Hang hinauf. Treuer Weggefährte ist das Rauschen der Wutach.

Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm ...

Eins ist sicher: Langweilig wird es auf diesem Weg nicht. Selbst als es anfängt zu nieseln, tut das der Stimmung keinen Abbruch. Nur vorsichtiger muss man sein, denn es wird rutschig auf dem Weg. Aber mit den richtigen Schuhen ist das kein Problem. Immer wieder finden wir super Stellen für eine Pause direkt am Wasser. Die Kinder klettern über Baumstämme und zu Höhleneingängen, entdecken dicke Käfer und sogar, welch ein Glück, einen Salamander. Die Wutachschlucht ist seit 1939 Naturschutzgebiet, in der 1.200 Farn- und Blütenpflanzen wachsen und 1.400 Käfer- und 590 Schmetterlingsarten zu Hause sind. Wow, oder?

15 Kilometer

Auf dem letzten Teil der Strecke kommt noch ein großes Highlight: ein hoher, überhängender Felsen, mit dichtem Moos bewachsen, aus dem ununterbrochen Wasserstrahlen herunterstürzen. Eine Moos-Dusche! Was für ein Spaß! Dann erwarten uns die letzten Meter und die Vorfreude auf das Ziel steigt. Erschöpft und glücklich nehmen wir nach knapp 15 Kilometern in der Schattenmühle Platz, essen Eis und Pfannkuchen und freuen uns wie die Wutach-Könige. Dann geht es mit dem Wanderbus zurück zur Wutachmühle. War das ein toller Tag! Rockt eben, die Wutachschlucht.

Wichtig für die Wanderung sind gutes Schuh­werk, gute Kondition, Trittsicherheit und genügend zu Trinken!
Der Bus fährt regel­mäßig von April bis Oktober.

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