Burgruine Husen

Balancieren

Blick auf Hausach und Kinzigtal

Turmfalke

Abenteuerpfad Hausach im Schwarzwald

Unser Ausflug des Monats führt uns dieses Mal in den Schwarzwald auf den Abenteuerpfad Hausach.

Hier sind Toben, Turnen, Krabbeln und Kraxeln nach Herzenslust angesagt. Auf dem abenteuerlichen Kinder-Mitmach-Weg für die ganze Familie erleben wir zusammen mit unseren zwei Söhnen einen tollen Ausflugstag: Der Abenteuerpfad in Hausach ist ein 3 km langer Weg durch die Wälder oberhalb des kleinen Städtchens Hausach im Kinzigtal. Gut 20 Bewegungs- und Naturstationen gilt es zu entdecken.

Wir fahren von Stuttgart mit dem Auto auf der Autobahn A 81 Richtung Singen bis zur Ausfahrt Rottweil und dann bis Hausach über Landstraßen (circa eineinhalb Stunden). Unser Einstiegspunkt in den Erlebnispfad ist die Wassertretanlage am Ende des Kreuzbergwegs in einem kleinen Seitental von Hausach. Von der Innenstadt läuft man circa 20 Minuten, man kann aber auch mit dem Auto zur Wassertretanlage fahren.

Von dort führt der Abenteuerpfad links am Wasserhochbehälter vorbei, weiter zu einer Grillhütte. Ideal für unsere Vesperpause. Von dort geht es auf einem breiten Weg bis zum Schild „Sägebeckweg“ beziehungsweise Kreuz mit Sitzgelegenheiten. Über eine kleine „Anhöhe“ führt der Weg zur Burg hinab und schließlich zurück zur Wassertretanlage.

Schon auf den ersten paar Metern ist die Abenteuerlust der Kinder geweckt. Neben dem Waldweg, der steil bergauf führt, finden die Kinder Baumstämme, die parallel zum Weg im Zickzack über einen Graben nach oben führen. Sie balancieren von Stamm zu Stamm.

Kurz darauf wird es richtig urig: der Weg führt auf schmalem Pfad ins Unterholz. Wir klettern über und unter Baumstämme hinweg und kommen an die erste Station: Steine in allen Größen liegen zum Gewichtheben bereit. Natürlich gibt es eine Challenge zwischen meinem Mann und den Jungs, wer die meisten Wiederholungen mit dem größten Stein schafft...

Zapfenschleuder & viele Mitmachstationen

Unterwegs können wir in kurzen Abständen viele weitere Stationen entdecken. Da gibt es einen Palisadenlauf und Erdtunnel, eine Indianerleiter, Wasserspiele am Bach, ein Baumhaus oder eine bunte Schlange zum Balancieren. Die Kinder sind begeistert und probieren alles aus. Die Tannenzapfenschleuder finden sie besonders toll. Nachdem sie erst einmal „Munition“ im Wald gesammelt haben, testen sie, bei wem der Zapfen mit der Zapfenschleuder am weitesten fliegt.

An der nächsten Station klettern die Jungs einen steilen Erdhang mit Hilfe eines Taues hinauf und die übernächste Station finden wir Eltern cool: eine Partner-Schaukel.

Den ganzen Weg über können sich die Kinder austoben und ihre Geschicklichkeit zeigen. Langeweile kommt nicht auf.

Am Ende unseres Rundweges verweilen wir an der 800 Jahre alten Burgruine Husen. Von dort hat man einen wundervollen Blick auf die Stadt und das Kinzigtal. Die Nachmittagssonne taucht das Tal in ein besonders schönes Licht. Plötzlich entdecken die Kinder Falken, die vermutlich im oberen Bereich des Turmes ihr Nest gebaut haben. Die Kinder legen sich auf die Wiese und beobachten die Vögel, die immer wieder heranfliegen, um ihrem Nachwuchs Futter zu bringen. Sogar ein Storch zieht hoch über unseren Köpfen gemächlich vorüber. Dieser Ort scheint eine besonders beliebte Vogelflugstelle mit guter Thermik zu sein. Unser großer Sohn freut sich, da er einige schöne Falkenfotos schießen konnte. 

Der Abenteuerpfad ist immer frei zugänglich und kostet keinen Eintritt. Der Weg ist nicht kinderwagengeeignet.

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