Geierflug im Neckartal

Von der Burg Guttenberg zum Baden nach Bad Wimpfen

Unser Ausflug des Monats auf die Burg Guttenberg im Kreis Heilbronn mit einem Besuch der Deutschen Greifenwarte und einem anschließenden kühlen Bad in Bad Wimpfen.

Auf der A81 geht es von Stuttgart aus Richtung Norden und dann nach der Ausfahrt Neckar­sulm auf der A6 auf die B27 Richtung Mosbach. Vor Gundelsheim fahren wir links über den Neckar nach Neckarmühlbach, wo wir in der Ortsstraße abbiegen und dann die Burgs­traße hinauffahren. Hübsch sieht die Burg Gut­tenberg schon von Weitem aus, wie sie zwischen Wald und Weinbergen am Hang thront. Die unzerstörte Stauferfeste wird seit 1449 von den Freiherren von Gemmingen bewohnt, die man auch heute hier antreffen kann. Näheres über das Burgleben erfährt man im Burg­museum, das abenteuerliche Geschichten bereit­hält, die die kleinen Besucher ganz besonders mit Ritterrüstungen und Waffen beeindruckt. Auch eine ehemalige Folterkammer gibt es in der Burg, so dass man sich gut vorstellen kann, wie grausam damals das Leben sein konnte.
Als wir wieder ins Freie treten, wird es Zeit für einen Rundgang durch die Greifvogel­anlagen, bevor die Flugvorführung beginnt. In den Zwingermauern der Burg sind viele große Greif­vögel untergebracht. Noch sitzen die Vögel fest auf ihren Pflocken, doch das soll sich bald ändern. Wir schlendern an Eulen, Adlern und Geiern vorbei und machen uns dann auf den Weg auf die Zuschauertribüne.

Vom Adler fast gestreift
„Wie groß sind die Vögel“, höre ich ein kleines Mädchen hinter uns ihren Vater fragen. Der Vater macht eine ausladende Bewegung mit seinen Armen und ich denke noch bei mir, er über­treibt wohl etwas. Doch ich werde eines Besseren belehrt. Weißkopfsee-, Stein- und Kaiseradler schweben kurz danach über unsere Köpfe. Manchmal ducken wir uns, weil wir Sorge haben, dass uns sonst ein Flügel streift. Auch Eulen drehen ihre Runden.
Und dann kommen die Geier und jetzt wissen wir, dass der Vater hinter uns keineswegs geschwindelt hat. Die Geier sind so groß, dass sogar ich mir klein vorkomme. Begünstigt durch die Thermik drehen sie ihre Kreise in der Luft, immer höher, bis sie weit über unseren Köpfen mit ausgebreiteten Flügeln majestätisch schweben.

Mutige springen aus luftiger Höhe
Bei sonnigem Sommerwetter ist der anschließende Besuch des Freibades Bad Wimpfen ein Muss. Das Schwimmbad ist nur vier Kilo­meter von der Burg Guttenberg entfernt und liegt im Norden der schönen Stauferstadt, direkt am Neckar. Eine perfekte Abkühlung gibt es im Baby-Plantschbecken, im Nicht­schwim­merbereich oder im Sportbecken. Für Nervenkitzel sorgt der Zehnmeterturm. Einige Mutige wagen den Sprung aus schwindel­er­regender Höhe. Allein das Zuschauen macht riesigen Spaß und lässt uns alle den Atem anhalten. Eine weitere Attraktion ist seit diesem Jahr die Seilbahn, die über das Schwimm­becken führt. Wer sich traut, kann über das Wasser schweben und sich einfach ins kalte Nass fallen lassen.
Wenn anschließend noch Zeit bleibt, lohnt sich ein Streifzug durch die historische Alt­stadt von Bad Wimpfen mit seinen vielen Fachwerkhäusern und engen Gassen. Im Eis­cafe La Piazza am Marktplatz gibt es dann noch  eine süße Abrundung des Ausflugs.

von Andrea Krahl-Rhinow

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