Themenfindung

Vom Chaos zur Seitenplanung

von Sabine Rees

Ende des Monats. Während wir uns noch in der Endphase der Luftballon-Produktion für den kommenden Monat befinden, die Druckdaten gerade an die Druckerei geschickt und die Verteilung der Zeitung und der Postversand für unsere Abonnenten vorbereitet werden, bin ich gedanklich schon bei der nächsten, übernächsten und überübernächsten Ausgabe.

Die nächste Redaktionssitzung, zu der unsere freien Journalistinnen ins Haus kommen, steht vor der Tür, bis dahin müssen Themen und Seitenplanung für die nächsten Ausgaben stehen!

Ich sitze vor meinem Schreibtisch umgeben von: „Papier“! Anfragen verschiedener (Kultur)-Einrichtungen haben sich aus den letzten Posteingängen bei mir angesammelt, Zeitungsausschnitte aus anderen Publikationen, emails, Anfragen von Leserinnen und Lesern, Artikel-Ideen der Redaktionsmitglieder, die ich mir auf den letzten Sitzungen notiert habe, Wiedervorlagen und … Dazu haben sich in den Schütten, die ich für die verschiedenen Schwerpunkte des Luftballon (in jedem Monat sind dies zwei) angelegt habe, große Stapel an interessanten Themen angehäuft. Locker könnte man daraus eine 100-seitige Ausgabe drucken. Aber Moment - das Ganze muss sich ja auch finanzieren!

Da der Luftballon für unsere Leserinnen und Leser kostenlos ist, wir die Zeitung komplett über die Anzeigen im Heft finanzieren, müssen wir die Planung für den redaktionellen Teil dem erwartbaren Anzeigenaufkommen anpassen. Zudem gilt es, den Platz für den umfangreichen Terminkalender und die Rubrik Suche und Finde zu berücksichtigen. Also doch keine 100 Seiten, auch wenn es zum Thema „Erziehung“ so viel zu berichten und in den kommenden Monaten so viele tolle Veranstaltungen für Kinder und Familien im Großraum Stuttgart stattfinden werden?

Der Papierkorb kommt ins Spiel: Was muss unbedingt ins Heft, weil uns das Thema unter den Nägeln brennt oder wir es der Institution „xy“ schon lange versprochen haben? Von welchem Thema versprechen wir uns die eine oder andere Anzeige? Alles, was auf absehbare Zeit keine Chance hat, landet nun im realen und email Papierkorb.

Mit meinen Themenvorschlägen setzen sich das Leitungsteam (Sabine und Michael Rees, Thomas Münz und Leonore Rau-Münz) zu einer Planungssitzung zusammen. Wir legen gemeinsam fest, wie viel Seiten die nächsten Ausgaben haben dürfen und konkretisieren die Themen, die vergeben werden sollen. Am kommenden Tag kommt das gesamte Redaktionsteam zusammen – wir tauschen uns aus, diskutieren und die Artikel werden verteilt.

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