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Weiterführende Schule: So gelingt der Start in Klasse 5

01.09.2023

Der Übergang in die weiterführende Schule ist für viele Kinder ein großer Schritt, den die allermeisten aber gut bewältigen. Wie können Eltern diesen Lebensabschnitt begleiten, damit er gut gelingt?

„Die größte Herausforderung für die Kinder ist tatsächlich dieses große neue System. Sie kommen meistens aus einer recht behüteten Grundschulzeit. Dann kommt die große weiterführende Schule mit ganz vielen Veränderungen. Das geht los mit einem neuen Schulweg, ganz vielen neuen Lehrern und vielen neuen Fächern.“ So beginnt die Gymnasiallehrerin Anika Osthoff ihren Podcast zum Übergang an die weiterführende Schule. Viele Kinder würden die Veränderungen als Sicherheitsverlust erleben, zumal der Klassenlehrer, der die Klasse primär unterrichtet, fortan nur noch wenige Stunden in der Klasse ist. Die vielen Fachlehrer unterrichten zum Teil nicht im Klassenraum, sondern in Fachräumen, die die Schüler in den Pausen aufsuchen müssen  (zum Beispiel für Musik, Kunst, Biologie).   

Plötzlich wieder "Kleinsein"

Dazu kommt noch, dass die Klassengemeinschaft neu ist und die Fünftklässler auf einmal die Kleinsten an der Schule sind, wo sie doch eben noch die Größten waren. In der Anfangszeit geht es also in erster Linie darum, ein Gefühl der Sicherheit im neuen Umfeld zu stärken. Eltern sollten die Kinder fragen, wo sie unterstützen können. Manche brauchen auf einmal wieder Begleitung beim Anziehen oder bei der Bewältigung des Schulweges. Viele brauchen Unterstützung bei anderen Themen der Organisation, wie zum Beispiel beim Richten des Schulranzens. Dieser muss schließlich, anders als in der Grundschulzeit, täglich je nach Stundenplan neu bestückt werden. Zu lernen, nur dabeizuhaben, was man am Tag braucht, ist für viele ein längerer Prozess.

 

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„Es ist sicherlich gut, wenn wir Eltern einigermaßen entspannt bleiben, wenn der Neustart nach den Sommerferien ansteht. Die meisten Kinder sind unglaublich aufgeregt und wir Eltern sollten sie auffangen und möglichst optimistisch sein. Wichtig ist es sicherlich, Druck durch hohe Erwartungen zu vermeiden“, berichtet Johanna Ceylan-Einstein. Die Gymnasiallehrerin hat nicht nur im letzten Jahr eine fünfte Klasse unterrichtet, sondern hat den Übergang auch schon als Mutter begleitet. 

Mehr Selbstorganisation notwendig

Fünftklässlern wird in Puncto Selbstorganisation viel mehr abverlangt als Grundschülern. Sie müssen sich alle Hausaufgaben notieren und außerdem noch auf dem Schirm haben, bis wann sie diese anfertigen müssen. Die wenigsten Fächer werden täglich unterrichtet. Dazu kommt, dass die Schülerinnen längere Schultage haben und trotzdem Hausaufgaben erledigen müssen. Tests und Klassenarbeiten, auf die mehr als zuvor gelernt werden muss, sind an der Tagesordnung.  Manchen Kindern können Wochenpläne den Übergang sicherlich erleichtern.

„Wichtig für einen guten Start im Gymnasium ist außerdem, dass sich sowohl Eltern als auch Kinder darauf einstellen, dass die Noten gerade im Gymnasium schlechter werden als in der Grundschule, manche verschlechtern sich um eine ganze Note. Vielleicht hilft es, sich im Vorhinein bewusst zu machen, dass dies ganz normal ist. Eine Verschlechterung ist kein Beinbruch und erst recht kein Grund, die Schulwahl in Frage zu stellen“, so Ceylan-Einstein.

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Whats-App-Gruppen im Blick haben

Neben all den üblichen Themen kann es auch nicht schaden, wenn sich Eltern im Vorhinein über Möglichkeiten und Gefahren von Whats-App-Gruppen informieren. Die meisten Fünftklässler sind, auch wenn das der Altersgrenze widerspricht, bei Whats-App aktiv. Nicht selten kommt es in solchen Gruppen zu Mobbing oder anderen Ärgernissen. Die Möglichkeiten und Gefahren digitaler Medien sind für Fünftklässler, die oftmals ihr erstes Smartphone bekommen, ein wichtiges Thema.

Tipps & Wissenswertes:

  • Bayern Alpha gibt Tipps, wie man Lernen lernen kann. Das Video richtet sich zwar an Studenten, trotzdem sind die Tipps auch für Schüler hilfreich, wenn Lernprobleme auftreten: br.de/fernsehen/lernen-lernen
  • Im Podcast der Lehrerin und Autorin Anika Osthoff geht es um den Übergang an die weiterführende Schule nach dem Corona-Lockdown. Trotz damaliger „Sonder­bedingungen“ ist er auch heute noch informativ und gibt Einblicke in die Welt des Schülers: bindung-beziehung.de/schuluebergang-richtig-meistern