Wespen, Mücken und Bienen - So gelingt der richtige Schutz vor Insektenstichen

15.07.2026

Jedes Jahr aufs Neue warten und freuen wir uns auf den Sommer, wären bloß seine stacheligen Spaßverderber nicht immer da, wo wir ihn gerade genießen wollen. Nachts plagen uns die Mücken, tagsüber stechen uns die Wespen.

Doch nur Allergiker dürfen bei Gefahr eine Wespe, Hornisse, Biene oder Hummel töten oder verletzen. Deren Nester dürfen nicht zerstört, sondern müssen von Experten umgesiedelt werden. Denn sie stehen unter Naturschutz – aber wie schützen wir uns?

Benimmregeln

Es hilft auf alle Fälle schon mal, die Aufenthaltsorte der Insekten, wie Bienenstöcke und Nester zu vermeiden. Auf Essen im Freien sollte man unter Umständen verzichten oder achtsam sein und nach dem Essen sofort den Tisch abräumen und Mund und Hände waschen. Trinkgläser besser abdecken, und keine Strohhalme nutzen. Nach Wespen und Bienen sollte man nicht schlagen und sie auch nicht anpusten, sondern in Anwesenheit der Plagegeister sich ruhig und langsam bewegen. Die Haut am besten durch Kleidung schützen (weite, helle Kleidung, nicht barfuß laufen, auch mal T-Shirt oder Socken in die Hose stecken, damit sie nicht darunter kriechen).

Abwehr durch Natur

Experten raten zu Abwehr durch pflanzliche Hilfe – also keine Fallen oder chemische Sprays verwenden. Insekten meiden den Duft von Minze, Zitronengras, Rosmarin und Basilikum, auch Lavendel und Oregano können helfen – all diese Pflanzen riechen intensiv und stören die Wespen. Aromaöle und Duftkerzen können diese Pflanzen ersetzen.

Wenn man eine Sprühflasche mit Wasser bereithält, kann man sich dadurch als „Regen“ tarnen, sobald die Gefahr naht. Zur Not hilft es auch, eine Portion Fleisch oder Honig für die Wespen bereitzustellen, die sie erobern dürfen, um uns in Ruhe zu lassen. Verbrennen von Kaffeesatz könnte helfen, wenn der Wind den Qualm in die passende Richtung weht. Wer nicht ohne Chemieeinsatz auskommt, sollte sich über die Insektenmittel informieren, da jedes Spray auch Nachteile mit sich bringt.

Laut Stiftung Warentest ist in Gebieten, die nicht malariagefährdet sind, der Wirkstoff Icaridin vorzuziehen, er sei besser verträglich. Der Wirkstoff DEET soll dagegen mit Vorsicht genossen werden. Auch von Mückenspiralen sollen Kinder fern gehalten werden.

Nach dem Stich

Nun kennen wir zahlreiche Tricks. Trotzdem entkommen wir den fiesen Stichen manchmal nicht. Das Gift schmerzt, aber meist kommt der Körper gut damit zurecht. In der Regel gilt: den Stachel herausziehen, die Stelle desinfizieren, kühlen (wenn es am Mund ist, Eiswürfel lutschen) und die Stichstelle hochlegen.

Erleichterung verschaffen eine angeschnittene Zwiebel, Zitronenscheibe oder zerriebener Spitzwegerich oder Quark auf einem sauberen Tuch. Wenn das Kind zu stärkeren Reaktionen neigt, ist es sinnvoll, zeitnah Antihistamin in Form von Hautgel, wenn nötig auch als Tropfen zum Einnehmen zu geben und Umschläge mit Rivanol oder Retterspitz äußerlich auf die Stichstelle zu legen.

Schwellungen, die mehr als 10 Zentimeter groß sind und länger als 24 Stunden andauern, gelten als allergisch. Sie sind vorwiegend schmerzhaft, jucken heftig oder brennen. Solche allergischen Reaktionen können auch bei Menschen auftreten, deren Körper bislang nie allergisch reagiert hat. Bei Beschwerden wie Atemnot, Übelkeit, Kreislaufproblemen, Schwellungen im Augen-, Mund- und Rachenbereich oder wenn der gesamte Körper von Symptomen betroffen ist, sollte man die Nummer 112 anrufen. Allergiker sollten ein Allergienotfallset bei sich haben.

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