Wenn Kürbisse gruselige Gesichter bekommen, kleine Hexen und Gespenster durch die Straßen ziehen und es wieder „Süßes oder Saures“ heißt, steht Halloween vor der Tür. Für viele Kinder gehört das wohlige Gruseln inzwischen genauso zum Herbst wie buntes Laub und Kastaniensammeln. Doch warum macht es eigentlich Spaß, sich zu fürchten? Und woher kommen all die Bräuche rund um Kürbisse, Kostüme und Geister?

Wir gehen der Faszination Halloween auf den Grund, werfen einen Blick auf die Ursprünge des Festes und haben zum Abschluss zwei schaurig-leckere, alkoholfreie Drinks für eure Halloween-Party vorbereitet.

Jede Menge gruselig schöne Veranstaltungen findet gibt es auch in unserem Kalender unter der Sonderrubrik Halloween.

Über die Faszination eines Gefühls

Zu Halloween tummeln sich Wesen mit Spinnennetzen im Gesicht, Blutspuren in den Mundwinkeln und krallenartigen Fingernägeln in den Straßen - alle mit dem Ziel, Angst und Schrecken zu verbreiten. Doch warum?

Ist es nicht absurd, dass der Mensch Spaß daran hat, sich zu fürchten? Warum würden die Kinder sonst in Scharen an Halloween auf die Straßen stürmen, sich furchterregend verkleiden und mit anderen, ebenso entsetzlich aussehenden Monstern, Hexen und Gespenstern von Haustür zu Haustür ziehen. „Gib uns Süßes, sonst gibt´s Saures“, heißt es und schon werden vor lauter Angst Gummibärchen, Schokoriegel und Kekse herausgegeben. Halloween ist von Irland über die USA nach Deutschland gekommen und bei vielen Kindern zur beliebten Süßigkeitenjagd geworden.

Und natürlich zum begehrten Gruselfest. An Halloween verkleiden sich Kinder nicht nur mit furchterregenden Kostümen, es werden auch Kürbisse mit Grimassen aufgestellt und unheimliche Partys gefeiert. Dort gibt es Würstchen mit Ketchup als abgehackte Finger, Hartgekochte Eier, die aussehen, wie herausgenommene Augen und zum Nachtisch als harmlose Variante Schokoküsse mit aufgemalten Gespenstergesichtern.

Die Tage um Halloween zeigen, dass man Lust an der Angst empfinden kann. Schließlich gehen wir auch freiwillig in die Geisterbahn oder gucken „Horror“-Filme. Angst setzt im Körper Stresshormone frei, Adrenalin und Noradrenalin werden ausgeschüttet. Der Puls erhöht sich und der Blutdruck steigt. Auch die Körperspannung nimmt zu und der Betroffene wird wachsam. Ist die Angst dann überwunden, setzt eine Entspannung ein und genau die wird als sehr angenehm und beruhigend empfunden, das macht den Reiz aus.

Trotzdem sollte man es mit dem Nervenkitzel nicht übertreiben und beim Gruseln darauf achten, dass kein Kind überfordert wird. Kinder haben sehr unterschiedliche Phantasien und während das eine Kind schnell wieder in die Realität zurückfindet, befürchtet ein anderes Kind vielleicht beim Schlafengehen einen Zombie im Bett oder sieht unheimliche Schatten hinter der Gardine. Deshalb ist es gut, über den Schrecken zu sprechen und die Kinder beim Gruseln zu begleiten.

Woher kommt der Halloweenbrauch?

Halloween kam nicht einfach aus den USA nach Deutschland, sondern geht wohl auf das keltische Erntefest Samhain zurück, das bereits ab dem fünften Jahrhundert v. Chr. von den Kelten in Irland gefeiert wurde. Mit Beginn des Winters dankten die Menschen damals dem Sonnengott Samhain mit großen Feuern für die Ernte. Die Zeit des Sonnengotts war mit Winterbeginn vorbei und der Totengott Cromm Cruach rückte in den Vordergrund, mit dem in der Nacht des 31. Oktobers auch die Toten als Geister auf die Erde zurückkehrten. In gruseliger Kleidung wollten die Kelten die Geister erschrecken und vertreiben. 

Zwei Jahrhunderte später führten die Christen den Festtag Allerheiligen ein – zum Gedenken an die Toten. Christen sollten sich nun zu Ehren der Heiligen verkleiden und zwar am 1. November, dem „All Hallows’ Day”. Der Abend des 31. Oktober wurde dann zum „All Hallows’ Eve”, woraus sich im Laufe der Jahre die Bezeichnung „Halloween” entwickelte.

Süßes, Saures, Gruseliges und Kürbisse in allen Formen

Auch das Kürbis-Schnitzen kommt von den Iren und von ihrer Legende über den Trunkenbold Jack O’Lantern, der am „All Hallows’ Eve“ in einem Pub saß, in dem ihm der Teufel begegnet sein soll. Dank einiger Tricks und unter dem Schutz des Kreuzes schaffte es Jack, dem Teufel immer wieder zu entkommen. Nach seinem Tod war der Trunkenbold aber weder im Himmel noch in der Hölle willkommen. Eine glühende Kohle in einer ausgehöhlten Rübe blieb ihm als Licht in der ewigen Dunkelheit. Die Iren wollten mit der brennenden Kohle in der Rübe, später dann in Kürbissen, böse Geister und den Teufel abschrecken.

Gruselige Drinks

Schrecklich lecker sind die Getränke ohne Alkohol und machen jede Halloween Party oder Lagerfeuer-Abend erst perfekt:

Bloody Scary

© Luftballon KI generiert

Zutaten:

  • 1 Liter (4-5 Gläser) rote Limonade, je nach Geschmack
  • 1 Packung Zitronen Sorbet

Die Limonade auf Gläser verteilen und pro Glas eine große Kugel Zitroneneis dazugeben. Mit roter Lebensmittelfarbe „blutige“ Schlieren am Glasrand verteilen.

Kokos-Cooler

© Luftballon KI generiert

Zutaten:

  • 500 ml Kokosmilch
  • 100 ml Waldmeister- oder Himbeer-Sirup
  • 50 ml Zitronensaft, Eiswürfel

Kokosmilch, Sirup, Limettensaft und eine Handvoll Eiswürfel in einen Shaker oder Mixer geben und kräftig verrühren und in Gläser füllen. Je nach Geschmack weitere Eiswürfel dazugeben und mit Lakritzfäden verzieren.