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Filsursprung-Runde: Wandern mit Kindern zur Burgruine Reußenstein

01.09.2023

Die 14 Kilometer lange Filsursprung-Runde gehört zu den prämierten Wanderwegen „Löwenpfade“ im Landkreis Göppingen und kann nur so angeben mit ihren Höhepunkten. Vom Filsursprung  geht es hinauf zur Albhochfläche, an Schauhöhlen vorbei bis zur Burgruine Reußenstein und wieder steil hinunter nach Wiesensteig. Die Wanderung ist für kleine Kinder nicht geeignet. Sie erfordert Trittsicherheit und ein Grundmaß an Kondition.

Die Filstalrunde ist ein Rundwanderweg, es gibt also mehrere Möglichkeiten, die Runde zu starten. Wir entscheiden uns als Ausgangspunkt für den Wanderparkplatz bei der alten Papiermühle im Hasental. Hier plätschert die ganz junge Fils gemütlich vor sich hin, fließt über moosbewachsene Steine durch ein idyllisches Tal. Nach kurzer Strecke erreichen wir schon die Quelle, die eigentlich keine richtige Quelle ist, sondern eher ein unscheinbarer Zulauf verschiedener Minibäche. Immerhin fließt die Fils bis zu ihrer Mündung in den Neckar rund 63 Kilometer. Bei feuchter Witterung können die Wege matschig und rutschig sein. Also auf entsprechendes Schuhwerk achten.

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Wir wandern weiter zirka zwei Kilometer durch das schattige Hasental, es geht über rutschige Hohlwege den Wald bergaufwärts zur Albhochfläche. Unterwegs gibt es einige Höhlen und Felsenlöcher. Die bekannteste ist wohl die Schertelshöhle, die wir aber ein anderes Mal ansteuern. Sie ist eine der schönsten Schauhöhlen auf der Schwäbischen Alb mit imposanten Tropfsteinen und Sinterbildungen. In der Nähe gibt es einen Parkplatz und ein Rasthaus. Hier wäre übrigens eine weitere Möglichkeit, die Filstalrunde zu starten.

Zur Burgruine Reußenstein

Bis zum nächsten Ziel geht es zirka vier Kilometer entlang des Albtraufs mit sagenhaften Ausblicken ins Tal bis zum Aussichtspunkt Heimenstein. Von hier aus könnte man auch einen Abstecher zum Neidlinger Wasserfall machen. Oder man hebt

sich das für die nächste Wanderung auf. Wir gehen zwei Kilometer weiter entlang des Waldsaums zur Burgruine Reußenstein. Sie thront beeindruckend auf einem Felsen direkt am Albtrauf in circa 760 Meter über NN. Seit dem 16. Jahrhundert ist sie nicht mehr bewohnt und zählt zu den schönsten Burgruinen auf der Schwäbischen Alb. Über eine kleine steinerne Brücke erreicht man die Ruine, läuft durch ein Felsentor bis zur oberen Terrasse.

Wir sind sprachlos vom spektakulären Rundumblick ins Neidlinger Tal, der sich vor uns auftut. Hier könnte man ein aussichtsreiches Picknick oder eine Rast einlegen. Uns lockt dazu aber der Felsen neben der Ruine, an dem einige Kletterer hochsteigen. Wir sitzen an der Felskante, unter uns geht der Felsen fast senkrecht ins Tal. Hier ist absolute Vorsicht geboten und die Stelle ist auf keinen Fall kindertauglich! Der Großteil der Wanderung ist geschafft. Jetzt geht es noch zirka drei Kilometer am Albtrauf entlang vorbei an wunderbaren Aussichtsstellen und dann steil durch den Wald wieder hinunter zum Parkplatz.

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Alles auf einen Blick:

  • Das machen wir: Einen Ausflug im Land­kreis Göppingen. Den Rund­wander­weg „Filstalursprungs-Runde“ vom Fils­ur­sprung auf die Albhochfläche zur Burg­ruine Reußenstein. Man kann die Tour auch in einzelnen Abschnitten und in beide Richtungen begehen. Die Tour­be­schrei­bung gibt es zum Download: tourenplaner.lk-gp.de, Beschilderung grün-gelber Löwe, loewenpfade.de
  • Da gehen wir hin: Nach Wiesensteig
  • So kommen wir hin: Über die A8 bis Mühlhausen und dann über die L1200 bis Wanderparkplatz Papiermühle bei Wiesensteig
  • Dauer: Die Filstalrunde ist 14 Kilometer lang, reine Wanderzeit zirka fünf Stunden, Höhenunterschied 260 Meter.
  • Alter: Für Kinder mit guter Grundkondition ab 10 Jahre, nicht kinderwagentauglich, viele Stellen am Albtrauf sind gefährlich, so auch die vom DAV ausgewiesenen Kletterfelsen rund um die Ruine Reußenstein. Kinder müssen zwingend beaufsichtigt werden.
  • Einkehr: Unterwegs gibt es viele Grillstellen und Möglichkeiten für ein Picknick. Rasthaus bei der Schertelshöhle, Höhlenverein Westerheim e.V., schertelshoehle.de. Nach der Tour kann man in Wiesensteig einkehren.