Der Ausflug des Monats führt uns dieses Mal nach Tübingen, auf den Steinenbergturm und in den Botanischen Garten der Univer­sität, mit Picknick am verwunschenen See.

Den Ausflug starten wir mit einer Runde durch den Wald und einem Stopp beim Steinenbergturm, bevor es in den Botanischen Garten geht. Wir parken unser Auto im Nordwesten von Tübingen an der Schnarrenbergstraße, genau zwischen unseren beiden Ausflugszielen. Dort ist auch eine Bushaltestelle, wer öffentlich anreisen möchte.

Zum Steinenbergturm geht es – kommt man von der Stadt den Berg hinauf – links in den Wald hinein, gleich an der Gabelung der Straße, etwa 100 Meter nach der Einfahrt zur Berufsgenossenschaftlichen Klinik Tübingen. Der Weg führt auf etwa einen Kilometer geradeaus durch den Wald. Dann geht es auf einem kleinen Pfad links etwas steiler bergauf zum Steinenbergturm. Auf den letzten Metern ist er auf der Spitze des Hügels zu sehen.

Blick über Tübingen

Mit zwölf Metern ist der Turm zwar nicht riesig, bietet aber von allen drei Aussichtsplattformen einen tollen Ausblick über Tübingen und Richtung Schwäbische Alb. Er wurde in Stahlfachwerkbauweise vor 128 Jahren auf dem Aussichtshügel Tübingens errichtet.

© Krahl-Rhinow

Den Rückweg treten wir geradeaus über den breiten Weg an, so dass wir ihn als Rundtour laufen.

Wieder an der Schnarrenbergstraße angekommen überqueren wir diese und laufen ein kleines Stückchen gen Norden, bis der Weg in die Straße „Auf der Morgenstelle“ rechts zum Botanischen Garten abzweigt.

Alles auf einen Blick

Das machen wir:
Ausflug nach Tübingen

Da gehen wir hin:
Botanischer Garten der Universität Tübingen, Steinenbergturm zum Wasserfall im Käsenbachtal.

So kommen wir hin:

  • ÖPNV: Von Stuttgart gibt es regelmäßige Zug­verbindungen nach Tübingen (Fahrtzeit ca. 1 Stunde). Mit dem Bus Linie 5 oder 18 von Tübingen Bahnhof zur Haltestelle „Auf der Morgen­stelle“ oder Linie 5 „Botanischer Garten“. Samstags ist in Tübingen der ÖPNV kostenlos.
  • Auto:  Von Stuttgart über die B27 bis Ausfahrt „TÜ-Lustnau“, weiter auf der Stutt­garter Straße und Parkleitsytem bis zum Parkhaus Ebenhalde (Schnarren­berg­straße 158) folgen.

Alter:
Für alle Altersklassen ist etwas dabei.

Kosten und Öffnungszeiten:
Der Eintritt in den Botanischen Garten ist frei.
Öffnungszeiten sind wochentags von 7.30 bis 16.30 Uhr, am Wochenende ab 8 Uhr. Gewächshäuser ab 10 Uhr.

Dauer:
Tagesausflug

Einkehrmöglichkeit

  • Picknick mitnehmen
  • Mit kleinem Umweg: Eisessen bei Figo auf dem Holzmarkt Tübingen

Infos:
Universität Tübingen, uni-tuebingen.de

Tipp:
Wer noch nicht genug hat: auch ein Besuch des Museums der Uni Tübingen und ein Bummel durch die Altstadt sind lohnenswert.

Auf der Wendeltreppe in den Dschungel

Der Botanische Garten zeigt sich nicht nur als großer Park mit zahlreichen verschiedenen Pflanzen und Bäumen, er ist auch ein Ort für kleine und große Entdecker. Schon im 16. Jahrhundert wurde dieser angelegt, allerdings in der Altstadt, wo heute noch der Park mit Spielplatz zu finden ist. Der neue Botanische Garten „Auf der Morgenstelle“, mit zehn Hektar Fläche und fast 10.000 Pflanzenarten, existiert seit 1969.

© Krahl-Rhinow

Auf den vielen Wegen kann man die Pflanzenwelt der Schwäbischen Alb, des Hochgebirges oder der Tropen entdecken, es gibt Heilkräuter, aber auch prächtige Blumenbeete mit Orchideen oder seltenen Rhododendronarten. Mal ist man in der Heide, dann wieder in Asien oder am Weinberg.

Für Kinder sind die Gewächshäuser besonders spannend. Dort geht es im Tropicarium quasi in den Dschungel. Man kann sogar auf einer Wendeltreppe, die wegen der hohen Luftfeuchtigkeit etwas rutschig sein kann, bis unter das Glasdach steigen und den tropischen Urwald von oben betrachten. Weitere exotische Pflanzen sind im Kanarenhaus, im Sukkulentenhaus oder im Subtropenhaus zu finden.

© Krahl-Rhinow

Picknick am Seerosenteich

An der Rückseite des Gewächshauses entdecken wir einen gläsernen Kasten mit fleischfressenden Pflanzen. Der sorgt bei uns für besondere Aufmerksamkeit und wir schauen gebannt, ob ein Insekt gefressen wird. Bei dem Gedanken bekommen wir auch langsam Hunger.

Am unteren Ende des Gartens ist am Seerosenteich eine Picknickstelle, an der wir die mitgebrachten Leckereien ausbreiten und uns stärken.

© Krahl-Rhinow

Anschließend geht es noch weiter durch den Garten, zuerst zum nahegelegenen Japanischen Teich, der mit bunten Blumen umrandet und der hölzernen Brücke wildromantisch aussieht.

Ergänzungstour zum Käsenbachwasserfall

Wir entscheiden uns, den Ausflug noch etwas auszudehnen und nicht direkt zum Auto zurückzukehren, sondern am östlichen Ausgang des Gartens den Luise-Wetzel-Weg einzuschlagen und diesem bergab zum Käsenbach zu folgen, um zum Wasserfall zu gelangen. Dort stoßen wir auf den Landesmittelpunkt von Baden-Württemberg, der mit einem spitzen Steinkegel und einer Infotafel gekennzeichnet ist. Jetzt sind es nur noch etwa 500 Meter, bis wir das Plätschern des Wasserfalls hören.

Auf dem Rückweg beflügelt uns die Aussicht auf ein leckeres Eis bei Figo auf dem Holzmarkt in Tübingen. Diesen Abstecher gönnen wir uns noch – und: Ein Besuch des Museums der Uni Tübingen lohnt sich für Familien immer, ebenso wie ein Bummel durch die Tübinger Altstadt.