Hände waschen

Hygienemaßnahmen

Hände waschen unterbricht den Übertragungsweg

Über die Hände und husten oder niesen werden die häufigsten Krankheitserreger übertragen. Im Fachbegriff heißt das Schmier- und Tröpfcheninfektionen. Das Bundesministerium für Gesundheit und das Robert Koch Institut geben Tipps, wie ihr euch und andere vor Corona und anderen Infektionskrankheiten schützen könnt.

Bei Coronaviren, die Atemwegserkrankungen verursachen können, erfolgt die Übertragung in erster Linie über Sekrete des Atemtrakts. Vereinfacht gesagt, ist das Schleim aus der Nase, des Mundes und Rachens. Wenn man diesen infektiösen Schleim an den Händen hat und dann beispielsweise das Gesicht berührt, kann eine Übertragung stattfinden. Deshalb ist es so wichtig, sich zum Schutz die Hände zu waschen. Händewaschen unterbricht den Übertragungsweg!

1. Hände waschen: Regelmäßig und ausreichend lange mit Wasser und Seife. Mindestens 20 Sekunden müssen es schon sein. Der Trick heißt, zwei Mal „Happy Birthday“ singen, natürlich das ganze Lied!

Hände richtig waschen: Handinnenflächen, Handrücken, Daumen, Fingerzwischenräume, Fingerspitzen gründlich einseifen. Die Seife gut abspülen und die Hände danach sorgfältig trockenreiben. Handtücher regelmäßig mit 60 Grad waschen.

2. Niesen oder husten: Beim Niesen oder Husten entstehen kleinste Tröpfchen, die mehrere Meter weit verteilt werden. Also in die Armbeuge oder in ein Taschentuch niesen oder husten. Das Taschentuch bitte anschließend in einem Mülleimer mit Deckel entsorgen.

3. Keine Hände ins Gesicht: Fasst man sich mit den Händen ins Gesicht, kann infiziertes Sekret in die Nase, den Mund oder die Augen gelangen und man steckt sich an.

4. Abstand halten: 1,5 bis 2 Meter Abstand sollte man im Moment zu anderen Menschen halten. Das gilt sowieso bei Menschen, die Husten, Schnupfen oder Fieber haben.

5. Keine Menschengruppen: In Gruppen werden die Viren schnell übertragen. Deshalb gilt: keine Treffen in Gruppen, auch wenn das Wetter noch so verlockend ist, um in den Park zu gehen. Das gilt auch für Kindergruppen. Deshalb wurden Schulen und Kitas geschlossen. Die Maßnahme heißt leider nicht "vorgezogene Osterferien".

6. Keine Umarmungen, Begrüßungsküsschen, Händeschütteln: Wenn man andere Menschen begrüßen oder verabschieden will, muss man leider auf Berührungen verzichten. Wie wäre es stattdessen mit einem Namaste? Also die Hände vor die Brust zusammenlegen und eine kleine Verbeugung machen.

7. #Stayhome: Soziale Kontakte sind für uns alle wichtig. Aber Risikogruppen, also Großeltern, chronisch kranke Menschen, auch chronisch kranke Kinder und Jugendliche, müssen besonders geschützt werden. Jetzt ist leider nicht die Zeit, sie zu besuchen. Bleibt auf andere Weise in Kontakt.

Für andere Kontakte gilt, trefft lieber nur ein bis zwei beste Freunde und möglichst immer dieselben, am besten draußen und mit Abstand. Noch besser ist es, soziale Kontakte über Telefon und Internet pflegen. Menschen mit Atemwegserkrankungen sollten generell zu Hause bleiben.

8. Mundschutz: Nach Meinung von Experten schützt ein Mundschutz nicht uneingeschränkt vor Ansteckung. Mund und Nase abzudecken, hilft aber schon. Wer einen Schal oder ein Tuch vor das Gesicht bindet, kann sich und andere schützen. Die Empfehlung heißt dann, Tücher und Schals jeden Tag wechseln. Wer Krankheitssymptome hat, kann mit einem Mundschutz andere vor Ansteckung schützen.

9. Oberflächen: Neuere Studien sagen, dass das Virus in der Lage ist, mehrere Tage auf glatten Oberflächen, wie Türklinken, oder auch auf Papier, wie zum Beispiel Geldscheinen, zu überleben. Ob es dort aber aktiv bleibt und sich auf andere Menschen übertragen kann, wird derzeit erforscht. Es kommt unter anderem darauf an, wie viele Viren an einer Stelle sind. Nur wenn genügend Viren überleben, kann sich ein Mensch anstecken. Wie viele das sein müssen, weiß man im Moment noch nicht.

10. Smartphone putzen: Auf dem Smartphone haften viele Keime. Experten empfehlen, das Smartphone vorsichtig mit einem Tuch, befeuchtet mit einer einfachen Seifenlauge, abzuwischen. Glasreiniger oder Alkohol sind zu scharf für die Oberfläche und ungeeignet. Generell gilt sowieso, dass man das Smartphone nicht an kleine Kinder geben soll, die es womöglich ablutschen. Auch das Austauschen von Geräten sollte man vermeiden.

11. Wäsche heiß waschen: Durch das regelmäßige Händewaschen braucht man natürlich viele Handtücher. Sie sollten regelmäßig ausgetauscht und bei 60 Grad gewaschen werden.

12. Regelmäßig lüften: In geschlossenen Räumen kann sich die Anzahl von Viren in der Luft schnell erhöhen. Regelmäßiges Lüften hilft dagegen, verbessert das Raumklima und vermeidet ein Austrocknen der Schleimhäute von Mund und Nase. Drei- oder viermal täglich für zehn Minuten die Fenster öffnen.

13. Gläser und Besteck: Benutzte Gläser und Besteck sofort spülen damit nicht versehentlich ein anderes Familienmitglied den Gegenstand nochmal benutzt.

von Christina Stefanou

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