Finanzielle Hilfen für Eltern

Finanzielle Hilfen für Eltern

Welche Hilfen gibt es? Und wo kann man sich darüber informieren?

Von Eltern mit Kindern wird in der aktuellen Situation besonders viel abverlangt. Sie müssen wegen dem Wegfall der Kinderbetreuung und der Einstellung des Schulunterrichts die Kinder selbst betreuen oder mit ihnen Schulthemen aufarbeiten. Sie können deshalb ihren Job nicht mehr so ausüben oder sind in Kurzarbeit und finanzielle Engpässe drohen. Beim Kurzarbeitergeld sind Eltern etwas besser gestellt als kinderlose Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Sie bekommen statt 60 Prozent des letzten Nettogehalts 67 Prozent. Bei allen Maßnahmen ist zu beachten, dass angesichts der tiefen Krise sowohl von Arbeitgeber- wie von Arbeitnehmerseite Solidarität gefragt ist, um ein massives Unternehmenssterben zu verhindern. Arbeitnehmer können jetzt Urlaubstage vorziehen oder im Homeoffice arbeiten. Arbeitgeber sollten Flexibilität zeigen und alle Möglichkeiten nutzen, trotz Auftragseinbruch die Arbeitnehmer im Unternehmen zu halten. 

Kinderzuschlag bei Einkommenseinbußen

Das Bundesfamilienministerium wird den Kinderzuschlag für Familien mit geringem Einkommen ausweiten, so dass auch alle Eltern, die jetzt akut Einkommenseinbußen haben, davon profitieren können. Der Kinderzuschlag kann bis zu 185 Euro pro Kind und Monat zusätzlich ausmachen.  Beantragt wird der Kinderzuschlag bei der Bundesagentur für Arbeit.

> Mehr zum Kinderzuschlag bei der Bundesagentur für Arbeit

Kündigungsschutz für Mieter

Außerdem hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf für ein Kündigungsverbot bei Mietausfällen ausgearbeitet. Dies soll sowohl für Mieter von Wohnraum als auch für Gewerbetreibende gelten. Dabei ist an den Zeitraum vom 1. April bis zum 30. September gedacht. Der Bundestag muss diesem Gesetzentwurf am Mittwoch noch zustimmen. „Niemand soll Angst haben, dass er seine Wohnung verliert, weil er wegen der Coronakrise seine Miete nicht mehr bezahlen kann“, sagt Johannes Fechner, rechtspolitischer Sprecher der SPD. Den Vermietern entstünden hierdurch keine Verluste, weil die Mieten später nachgezahlt werden müssten.

Elternbeiträge für Kinderbetreuung

Der Deutsche Kitaverband, der bundesweit freie und unabhängige Träger von Kitas vertritt, warnt vor Insolvenzen bei freien Trägern, wenn Eltern jetzt ihre Kitagebühren stornieren. Kommunen und Länder sollen alle Eltern und Träger gleich behandeln und ausfallende Elternbeiträge für alle Kitaträger gleichermaßen erstatten. Solange dies nicht der Fall ist, könnten Eltern durch ihre Stornierung dafür sorgen, dass es ihre Kita nach der Krise nicht mehr gibt.

von Leonore Rau-Münz

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