Fake News

Corona und Fake News

Es gibt im Moment nur eines, was sich noch schneller verbreitet als das Corona Virus, und das sind Fake News. Kettenbriefe, Panikmache, Verschwörungstheorien, unwirksame und sogar gefährliche Gesundheitstipps werden über Facebook und WhatsApp verbreitet.

Vor allem Kinder, die zur Zeit vielleicht mehr als sonst am Smartphone hängen, können oft wahre von falschen Nachrichten nicht unterscheiden. Besonders gefährlich ist es, wenn vermeintlich gute Tipps oder Schreckensmeldungen von Freunden in den sozialen Netzwerken weitergeleitet werden, denn Nachrichten von Bekannten vertraut man leichter.

Facebook und Google bekämpfen Fake News

Facebook-Konzernchef Mark Zuckerberg will massiv gegen Fake News vorgehen. Bei Falschmeldungen, bei denen es um Menschenleben geht, hört für ihn Meinungsfreiheit auf, sagte er in einem Interview vor verschiedenen Medien.  Gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat der Konzern Falschmeldungen definiert. Dazu gehören unter anderem falsche Medikamente und gesundheitsgefährdende Behandlungsmethoden. Finden die Algorithmen einen entsprechenden Hinweis, wird die Nachricht gelöscht oder blockert. Gleichzeitig verschenkt Facebook Informationsflächen an die WHO, um seriöse Informationen verbreiten zu können. Das gilt auch für Instagram, das zum Facebook-Konzern gehört. Hashtags, die zu Falschmeldungen führen werden aufgespürt und blockiert. Auch Google bekämpft Falschmeldungen. Wer dort den Begriff „Coronavisrus“ eingibt bekommt an oberster Stelle Informationen von Behörden und anderen seriösen Quellen. Auch Youtube, das zu Google gehört, blendet Links zu Ministerien und offiziellen Stellen ein.

Warum sind Fake News so gefährlich?

Fake News sind absichtlich verbreitete Falschmeldungen. Sie werden vor allem online verbreitet, um entweder die Meinung von Personen zu beeinflussen oder um Leute auf einen Seite zu locken,  um mit Traffic und Werbung Geld zu verdienen. Das sagt die Landeszentrale für politische Bildung dazu: „Durch Fake News werden falsche Informationen verbreitet, Diskussionen aufgeheizt und die sachliche Auseinandersetzung zu wichtigen Themen erschwert. Einige lassen sich dann auch zu gewaltvollen Hasskommentaren hinreißen. Fake News sind gefährlich, weil sie bewusst Menschen verunsichern und manipulieren wollen.“  Fake News versuchen Emotionen anzusprechen. Über Soziale Netzwerke verbreiten sie sich rasend schnell und weit. Einmal im Netz, tauchen sie immer wieder auf.

Was Eltern tun können

Eltern können mit ihren Kindern über Falschmeldungen sprechen und dabei helfen, ein Gefühl dafür zu entwickeln, welche Informationen echt sein könnten und welche nicht.

Woran erkennt man Fake News?

  • Anzeichen für unseriöse Nachrichten können reißerische Überschriften oder erschreckende Bilder sein.

  • Oft gibt es keine Quelle der Nachricht. Hat man Zweifel, ob die Nachricht echt ist, sollte man einen Blick ins Impressum werfen. Gibt es das nicht, oder steht dort eine dubiose Privatperson spricht dies oft gegen eine seriöse Quelle.

  • Die Nachricht ist oft reißerisch und unseriös geschrieben, oder sie verspricht unglaubwürdige Dinge.

  • Wenn Begriffe verwendet werden wie „absolut, immer, unglaublich“ sollte man aufhorchen und kritisch überprüfen.

  • Tipps zur Überprüfung von Nachrichten gibt es bei www.schau-hin.info/sicherheit-risiken/fake-news-umgang-mit-falschmeldungen

Es gibt mehrere Initiativen, die Fake News aufdecken:

> Faktenfinder

> Mimikama

> Correctiv

> Der SWR Fakefinder hat aktuell die gängigen Fake News zur Corona-Krise unter die Lupe genommen.

von Christina Stefanou

Anzeige