In ihrem historischen Erst­lingsroman „Das Fieber“ beschreibt die amerikanische Au­torin Makiia Lucier das Leben der 17-jährigen Cloe, die zu­nächst überhaupt nicht weiß, was die Zu­kunft ihr bringen wird und soll. Als die Spanische Grippe ihre Heimatstadt erreicht, beschließt Cloe, das Rote Kreuz zu unterstützen, obwohl sie sich damit selbst in Gefahr bringt, angesteckt zu werden. Cloe und die anderen freiwilligen Helfer beim Roten Kreuz sind Protagonisten, mit denen sich der Leser sofort identifizieren kann. Er empfindet die Hilflosigkeit und Verzweiflung der Helfer, aber auch deren Mut und Kraft, die sie sich gegenseitig geben und die sie an die Kranken wei­ter­geben. Das Buch handelt im Jahre 1918, aber es zeigt auch Jugendlichen unserer Zeit, wie wichtig es für die eigene Persönlichkeit sein kann, sich mit Themen wie Krankheit und Tod auseinanderzusetzen. Cloe, die sich fragt „Wer, wenn nicht ich?“ zeigt den jungen Lesern außer­dem, welcher Gewinn es sein kann, über den eigenen Schatten zu springen, um zu helfen.

Die besondere Gestaltung des Buches, wie man sie auch von anderen Büchern aus dem Verlag Königskinder kennt, macht schon äußerlich Lust auf dieses besondere Leseerlebnis.

Makiia Lucier: Das Fieber, Königskinder 2015, 363 Seiten, EUR 17,99,
ISBN 978-3-551-56012-4

Das Fieber