Naturschauspiel und Bauernhofdiplom

Unser Ausflug führt uns zur Klosterruine Allerheiligen und den größten Wasserfällen im Schwarzwald und im Anschluss auf den Ferien- und Bauernhof Hirschfeld in Pfalzgrafenweiler, wo wir an diesem Samstag das Bauernhof-Diplom erwerben können.

Über die A 8 Richtung Karlsruhe und anschließend die A 5 Richtung Basel fahren wir zügig dem Schwarzwald entgegen. Dann verlassen wir an der Ausfahrt Aachern die Autobahn und folgen der Schwarzwaldhochstraße bis zur Klosterruine Allerheiligen bei Oppenau-Ruhestein, wo wir nach anderthalbstündiger Fahrt das Auto abstellen. Das ehemalige Kloster liegt an diesem Samstagmorgen majästetisch vor uns und erinnert an vergangene Zeiten, denn die Wurzeln dieses Sakral­baus gehen bis ins 12. Jahr­hundert zurück. Hier hat der verein EOS Erlebnispädagogik aus Freiburg ein Erlebnis- und Tagungszentrum errichtet und bietet besondere Touren und Führungen an.

Auf dem Sagenrundweg
Wir lassen den Klosterhof links liegen und folgen dem Waldweg in Richtung Engelskanzel, die wir nach ca. 15 Minuten Gehzeit erreichen. Von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick auf den Hochschwarzwald und einen kleinen Teil der Wasserfälle, die weit unten im Tal beginnen. Wir folgen dem Weg weiter bergab, der gemächlich ins Tal führt. Den zwölfjährigen Mädchen, die mich begleiten, ist dies zu langweilig, deshalb nehmen sie eine steile Abkürzung mitten durchs Gestrüpp. Nach einer Weile entdecken wir eine Tafel, die von der Sage des Moospfaffs berichtet, der im Wald eine Hostie verlor und seitdem als Geist Wanderer erschreckt. Es folgen noch etliche weitere Tafeln, denn unsere Wanderroute orientiert sich zum großen Teil an dem „Sagenrundweg", der das Renchtal weiträumig umkreist.

Wildromantische Schlucht
Inzwischen sind wir am Fuße des Tals angekommen, wo der Eingang zu den Wasser­fällen liegt. Hier ist ebenfalls ein Parkplatz, den man auch als Startpunkt eines Ausflugs nehmen könnte. Wir folgen dem Wasserlauf bergan durch die wildromantische Schlucht und kommen bald zur ersten steilen Treppe und dem ersten Wasserfall, dem noch etliche weitere folgen, die terrassenartig angeordnet sind. Wir steigen zügig bergan, bis wir nach circa 1,3 km wieder im Klosterhof ankommen. Neben der Ruine gibt es ein kleines Museum und ein Klosterlädle. Uns zieht es jetzt allerdings in die Gaststätte Kloster­hof Allerheiligen, wo wir es uns bei Bär­lauch-Schaumsüppchen und Schnitzel und Pommes gutgehen lassen.

Drei-Gänge-Menü im Kuhstall
So gestärkt fühlen wir uns bereit für neue Taten und machen uns mit dem Auto über die Hoch­schwarz­wald­straße auf, um über Freuden­stadt nach Pfalzgrafenweiler zu fahren, was in Richtung Stuttgart liegt und deshalb eine willkommene Etappe auf dem Rückweg ist. Nach einer dreiviertel Stunde haben wir den Ferien- und Bauernhof in Pfalz­grafen­wei­ler-Edelweiler erreicht, den die Familie Hirschfeld seit 1989 betreibt. Hier wollen die Mädchen heute das Bauernhof-Diplom erwerben. Dorothee Hirschfeld, mit Leib und Seele Bäuerin, und eine ihrer vier Töchter leiten heute das Programm, bei dem es zuerst darum geht, wie man aus Sahne Butter herstellt. Nach dem Genuss selbstgebackener Brötchen mit der hergestellten Butter geht es dann zum Füttern in den Kuh­stall, wo die Kinder den Kühen ein Drei-Gänge-Menü aus Heu, Mais­häcksel und Getreidekörnern servieren. Nach dem Füttern gibt es einige Spiel- und Lernstationen im Garten und ein Bauernhof-Quiz, das allein oder in Gruppen ausgefüllt werden kann und bei richtiger Lösung zum be­gehr­ten Bauernhof-Diplom führt. Mit diesem Diplom fahren wir zurück nach Hause und beschließen, bald wieder zu kommen, denn demnächst kann man hier sogar im Schäferwagen übernachten.

von Leonore Rau-Münz

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